| Ein Schösser gibt
Roßwein seinen Namen
Berthotd von Rossewin erwähnt
einer Urkunde vom 25. August 1220. Er war ein Schösser (Steuereinnehmer).
Als Stadt wurde Roßwein
im Jahre 1286 genannt.
Roßwein wurde durch den
Markgrafen Heinrich den Erlauchten (1221 -1286) an seinen Enkel Friedrich
den Freidigen (den Gebissenen), Pfalzgraf von Sachsen, verpfändet
und ging nach dem Tode Heinrichs in den Besitz von Friedrich den Freidigen
über.
Der Freidige
schenkt Roßwein dem Kloster Altzella
Friedrich der Freidige übergab
Roßwein durch Schenkung am 18. Mai 1293 an das Zisterzienserkloster
Altzella bei Nossen.
Nun beginnt
der Bau der Stadtmauer
Die
Stadt erhielt eine Ringmauer von 1.221 m länge und zählte
neben Nossen und Siebenlehn zum bedeutendsten Besitz der Abtei. Dadurch
hatte aber die Stadt die meisten Abgaben zu leisten. Alle Anlieger waren
verpflichtet, für ihren Wohnbereich, den Bau auszuführen und
zu erhalten. Als Baumaterial dienten Bruchsteine aus dem nahen Steinbruch.
Auch Steine aus der Mulde, die man Katzenköpfe nannte, fanden Verwendung.
Katzenköpfe
pflastern den Weg
Man sieht diese heute noch als Marktpflaster
und auf dem Weg der Frongasse.
Fünf
Straßen führten zu fünf Stadttoren... Den Mittelpunkt
der Baumaßnahmen an der Stadtmauer bildete der Marktplatz. Von hier
aus verliefen fünf Straßen zu fünf Stadttoren: dem Kreuztor,
dem Bergtor, dem Mühlentor, dem Brückentor
sowie dem Döbelnschen bzw. Lommatzscher Tor.
...und eins
davon trug einen Turm
Nur das Brückentor trug
einen Turm.
Da hier seit 1657 Zoll für
alle Fuhrwerke bei Ein- und Ausfahrten erhoben wurde, versuchten Anlieger,
die Feldstücke außerhalb der Stadtmauer besaßen, den Zoll
zu umgehen, indem sie eine Furt durch die Mulde nutzten.
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